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Der Teddy Am Wegesrand saß ein kleines Mädchen und weinte bittere Tränen. Sie hatte ihren Teddy verloren und konnte ihn einfach nicht mehr finden. Es war schon ein alter Teddy und er hatte sie ein ganzes Stück ihres Weges begleitet. Wann immer sie sich anlehnen wollte, weinte, nicht mehr weiter wusste, Teddy war da. Sie wurde immer trauriger und trauriger. Weinte jeden Tag um ihren geliebten Teddy. Ihre Eltern wollten sie trösten und kauften ihr einen wunderschönen neuen Teddy. Doch sie wurde zornig, denn sie wollte keinen Ersatz für Teddy, sie wollte Teddy wieder zurück. Die Zeit verging, langsam trockneten die Tränen und aus dem kleinen Mädchen wurde schließlich eine junge Dame. Eines Tages ging  sie durch eine süße kleine Gasse in einer fremden Stadt. Vor einem entzückenden kleinen Ramschladen blieb sie unvermittelt stehen und schaute ins Schaufenster. Auf den ersten Blick war es ein wenig unsortiert und chaotisch. Und dann sah sie ihn. Da saß er, in einem roten Ohrensessel. Mit seinem kleinen schwarzen Anzug, dem weißen Hemd, den bernsteinfarbenen Knopfaugen. Ihr Teddy! Wie war das nur möglich? Am liebsten wäre sie sofort in den kleinen Laden hineingerannt und hätte Teddy in ihre Arme geschlossen! Doch es war Sonntag und der Laden hatte zu. Kurzerhand beschloss sie länger zu bleiben und ging am nächsten Tag wieder in die kleine Gasse. Sie schaute hoffnungsvoll in das Schaufenster. Das durfte doch nicht wahr sein! Er war weg! Ihr Teddy. Sie stürmte in das Geschäft, wo der Besitzer sie schon erwartete. „Du warst gestern so schnell wieder weg, ich hatte gar keine Zeit hinunter zu kommen und Dir die Türe zu öffnen.“ Sie starrte den alten Mann an und konnte sich nicht erklären, wer er war, woher er sie kannte und warum er sie duzte. „Erkennst Du mich nicht mehr? Ich lebte in dem kleinen Haus, hinter dem Acker Deiner Großeltern. Du hast dort oft mit den anderen Kindern auf dem kleinen Hochstand gespielt oder einfach nur in der Sonne gelegen.“ „Aber natürlich! Onkel Fritz! Aber….“ Onkel Fritz lebte schon lange nicht mehr. Er war damals sehr krank gewesen. Wie konnte das sein? Und was hatte das mit Teddy zu tun? „Er lag im Zimmer neben dem Bett meines Vaters. Du hast ihn damals dort vergessen, als ihr gekommen seid euch von ihm zu verabschieden.“  Sie drehte sich um und sah Paul, Onkel Fritz‘ Sohn. Er sah großartig aus! Er war ein paar Jahre älter als sie, und sie schwärmte schon als kleines Mädchen für ihn. Er hielt ihr den Teddy entgegen und sagte: „komm, lass uns was trinken und über die alten Zeiten plaudern.“ In meiner Ausbildung zur Trauerbegleiterin habe ich gelernt, dass es viele Gründe für Trauer gibt. Und nicht immer hat Trauer etwas mit dem Tod zu tun, auch eine Trennung, der Verlust eines Teddys oder eine Kündigung können ein sehr ähnliches Gefühl in uns auslösen. Jeder von uns trauert auf seine Weise. Niemand kann uns den Schmerz nehmen, noch die Zeit verkürzen. Trauer dauert so lange wie sie dauert. Doch jede Art der Trauer lässt sich leichter ertragen, wenn Sie jemanden an Ihrer Seite haben, der Sie durch diese schwere Zeit ein Stück des Weges begleitet. Der für Sie da ist, Ihnen zuhört, Sie versteht. Jemand, der darin geschult ist, Sie in Ihrer Trauerarbeit zu unterstützen und Sie behutsam durch diesen Prozess zu führen.
Gute Lösungen e.U. Ihr Lotse, wenn’s um gut Leben geht